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6 Best Practices zur Reduzierung des CRM-CO2-Fußabdrucks

Geschrieben von Emilien Laheurte | 29.04.2026 15:10:52

Warum sollten wir über die CO2-Belastung Ihrer CRM-Strategie sprechen? Auch wenn die durch den digitalen Sektor verursachte Verschmutzung nicht direkt sichtbar ist, so ist ihre CO2-Bilanz dennoch real. Für moderne Kultureinrichtungen und Sportvereine wird digitale Nachhaltigkeit zu einem zentralen Thema.

Verschmutzen E-Mails die Umwelt: Mythos oder Realität?

Schauen wir uns die Zahlen an. Eine Studie der ADEME (französische Agentur für ökologischen Wandel) zeigt, dass der digitale Sektor heute für etwa 4 % der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich ist – so viel wie der Luftverkehr. Dieser Sektor wächst jedoch exponentiell und sein Fußabdruck könnte sich bis 2025 verdoppeln.

Innerhalb dieser 4 % verteilen sich die Emissionen wie folgt: ca. 25 % durch die Speicherung in Rechenzentren, 28 % durch die Netzwerkinfrastruktur und 47 % durch die Endgeräte (PCs, Smartphones, Bildschirme...). Wenn wir über Digitalisierung sprechen, wiegt die Herstellung Ihrer Geräte am schwersten!

Und was ist mit E-Mails? Obwohl oft darüber gesprochen wird, machen E-Mails laut Statistik nur etwa 1 % der gesamten Emissionen des digitalen Sektors aus. Dennoch geht es nicht nur darum, das Versenden von E-Mails infrage zu stellen, sondern die Gesamtheit unserer digitalen Nutzung und deren Relevanz zu hinterfragen.

1. Wie kann man die Anzahl der E-Mail-Empfänger begrenzen?

Zu viele Kultur- und Sportstätten versenden immer noch Newsletter an riesige Datenbanken, ohne das Engagement der Kontakte zu berücksichtigen. Viele Empfänger öffnen diese E-Mails seit Monaten nicht mehr.

Die erste unverzichtbare Maßnahme ist ein Management-Prozess für inaktive Kontakte. Identifizieren Sie Kontakte, die Ihre E-Mails seit mehr als 6 Monaten nicht mehr geöffnet haben. Ein letzter Reaktivierungsversuch kann unternommen werden, bevor diese Kontakte aus dem aktiven Versand genommen werden.

Diese Mechanik wird von den Kunden von Arenametrix erfolgreich eingesetzt. Neben dem ökologischen Aspekt hat dies auch wirtschaftliche Vorteile (weniger E-Mail-Credits) und steigert die Performance Ihrer Kampagnen erheblich.

2. Wie gestaltet man "leichtere" Newsletter?

Ein leichterer Newsletter ist schneller erstellt und verbraucht weniger Speicherplatz. Folgende Hebel können Sie nutzen:

  • Bildgewicht: Reduzieren Sie die Dateigröße Ihrer Bilder. Optimierte Bilder verbessern zudem die Zustellbarkeit bei E-Mail-Anbietern.
  • E-Mail-Größe: Halten Sie Ihre E-Mails kurz. Das spart Energie und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Nachricht vollständig gelesen wird.
  • Nutzung von GIFs: GIFs sind oft schwerer als statische Bilder. Setzen Sie diese nur sparsam ein.
  • Schriftarten: Standard-Schriftarten verbrauchen weniger Ressourcen als spezielle Fonts, die von externen Servern geladen werden müssen.

3. Warum sollte man die Videonutzung auf allen Kanälen überdenken?

Online-Videos sind für 60 % des weltweiten Datenverkehrs verantwortlich. Eine Minute Video verursacht deutlich mehr CO2 als eine einfache E-Mail. Nutzen Sie Videos daher gezielt nur dort, wo sie den größten Mehrwert für Ihre Botschaft bieten.

4. Warum auf SMS setzen?

SMS ist eine weitaus energiesparendere Kommunikationsform als E-Mail. Laut Mike Berners-Lee hat eine SMS einen Fußabdruck von nur 0,014 Gramm CO2 – das ist fast 300-mal weniger als eine kurze E-Mail. Da SMS über das Mobilfunknetz und nicht über das Internet transportiert werden, sind sie eine ökologische Alternative für Last-Minute-Informationen.

5. Wie verlängert man die Lebensdauer von Endgeräten?

Da die Herstellung der Geräte den größten Teil der Emissionen ausmacht, ist die Verlängerung ihrer Lebensdauer entscheidend. Nutzen Sie Geräte für mehrere Zwecke, reparieren Sie Hardware und setzen Sie auf Refurbished-Produkte.

6. Wie kommuniziert man Best Practices?

Sensibilisieren Sie Ihre Empfänger. Fügen Sie Hinweise ein, gelesene E-Mails zu löschen, oder unterstützen Sie Initiativen wie das "E-Mail-Ablaufdatum", um unnötige Langzeitspeicherung zu vermeiden.

Fazit: Nachhaltige Reduzierung des CO2-Einflusses

Die Digitalisierung bietet Chancen, bringt aber Verantwortung mit sich. Durch gezielte Optimierungen in Ihrer CRM-Strategie können Sie Ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten.