Case Study: Opéra de Rennes

Das Opernpublikum verjüngen und 50 % Erstkäufer gewinnen

Die Strategie in Kürze: Um der Überalterung des klassischen Publikums entgegenzuwirken, implementierte die Opéra de Rennes das CRM von Arenametrix. Durch die Anbindung an das Ticketsystem Rodrigue löste das Haus alte Excel-Silos auf und schuf eine 360°-Sicht auf seine Besucher. Diese datenbasierte Segmentierung ermöglichte gezielte Kampagnen für neue Formate, wodurch bei der Produktion "Drumming in Motion" beispiellose 50 % Erstkäufer gewonnen und das Durchschnittsalter des Publikums um fast 10 Jahre gesenkt wurde.

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Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1836 prägt die Opéra de Rennes das kulturelle Leben der Stadt. Mit mehr als 80 Aufführungen pro Jahr, einem vielfältigen Repertoire und einer ambitionierten Öffnungspolitik erreicht das Haus ein zunehmend heterogenes Publikum – vom neugierigen Neueinsteiger bis zum erfahrenen Opernliebhaber.

Die Herausforderung: Datensilos aufbrechen und Zielgruppen diversifizieren

Bis 2021 stand das Opernhaus vor einem klassischen Problem im Kulturmanagement: Die Zuschauerdaten waren auf verschiedene Tools verteilt – vom Ticketsystem bis hin zu endlosen Excel-Dateien. Diese Daten lagen isoliert in unterschiedlichen Abteilungen (Kommunikation, Vermittlung, Ticketing).

Dadurch war eine präzise Analyse der Publikumsstruktur fast unmöglich. Wie soll man den Erfolg von Diversitätsmaßnahmen oder Kampagnen zur Publikumsverjüngung messen, wenn man nicht weiß, wer eigentlich im Saal sitzt?

Das Ziel war klar: Die Einführung eines zentralen CRM-Systems, das sowohl als Beziehungsinstrument für das Publikum als auch als operatives Steuerungswerkzeug für alle internen Teams dient.

Wie modernisiert man das Publikumsmanagement in der Oper?

Die Opéra de Rennes entschied sich für Arenametrix, um alle Zuschauerdaten zu zentralisieren und abteilungsübergreifend nutzbar zu machen.

→ Nahtlose Integration mit der Ticketing-Software: Der erste Schritt war die Auflösung der Datensilos. Arenametrix wurde über eine Schnittstelle (API) direkt mit der Ticketing-Software Rodrigue verbunden. Verkaufsdaten werden nun täglich vollautomatisch synchronisiert. Alle Teams können diese Informationen in Echtzeit einsehen – ganz ohne fehleranfällige manuelle Importe.

→ Erweiterte Segmentierung und dynamische Filter: Dank leistungsstarker CRM-Filter analysiert das Opernhaus sein Publikum nun nach harten Kriterien: Alter, Besuchshäufigkeit, musikalische Vorlieben und Kaufverhalten. Diese Segmente lassen sich direkt für hochpersonalisierte E-Mail-Kampagnen einsetzen. So erhält der Liebhaber klassischer Arien andere Empfehlungen als der Fan von zeitgenössischem Tanz.

→ Identifikation und Tracking neuer Zielgruppen: Für jede Neuproduktion können Erstkäufer sofort vom System identifiziert werden. Ergänzende, automatisierte Post-Event-Umfragen helfen dem Marketingteam, das Profil und die Motivation dieser völlig neuen Besucher weiter zu schärfen und sie für künftige Besuche zu binden.

50%

Erstkäufer: Bei der innovativen Produktion Drumming in Motion war jeder zweite Besucher noch nie zuvor in der Opéra de Rennes.

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Verjüngung des Publikums: Das Durchschnittsalter bei dieser Produktion lag bei 38 Jahren – ein massiver Erfolg im Vergleich zum allgemeinen Jahresdurchschnitt des Hauses (47 Jahre).

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neue, qualifizierte Kontakte wurden allein in der ersten Phase (Juni bis Oktober 2021) identifiziert und in das CRM-Ökosystem integriert.

Dieser Ansatz bietet einen doppelten Mehrwert: Das Team profitiert von vereinfachtem Performance-Monitoring und einer intuitiven Plattform, während die Zuschauer eine relevantere Kommunikation erhalten, die genau ihren Interessen entspricht.

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Citation ou témoignage du client
Die Einführung von Arenametrix war für uns auf mehreren Ebenen entscheidend: für die Steuerung unserer Aktivitäten, die vertiefte Publikumskenntnis und den teamübergreifenden Informationsaustausch. Unser Ziel ist es heute, das Opernpublikum weiter zu diversifizieren und neue Wege zu finden, ein breites Publikum für künstlerisch anspruchsvolle Produktionen zu begeistern – und Arenametrix ist dabei ein zentraler Hebel.
Matthieu Rietzler, Direktor - Opéra de Rennes