Facebook, Instragram, TikTok, YouTube, Twitch: Sind heute die sozialen Medien die einzigen relevanten Kommunikationskanäle, um Jugendliche zu erreichen? Während der E-Mail-Kanal weiterhin eine starke Säule der digitalen Marketingstrategien von Kultur- und Sporteinrichtungen ist, kann es interessant sein, sich zu fragen, ob er relevant ist, um die jüngere Generation zu erreichen.
Die Meinungen gehen auseinander. Als wir uns kürzlich mit einem Festival unterhalten und das Thema E-Mailing-Strategie besprochen haben, hatte einer unserer Gesprächspartner eine klare Meinung: "Wisst ihr, wir machen keine E-Mails, wir richten uns vor allem an ein junges Publikum, also sind wir lieber in sozialen Medien".
Gleichzeitig gelingt es den kulturellen Einrichtungen, die wir täglich begleiten und die digitalen Multichannel-Strategien sowohl über E-Mail als auch über soziale Medien umsetzen, ein junges Publikum zu erreichen, das sich für die von ihnen verschickten E-Mailings und Newsletter zu interessieren scheint - was sich in Öffnungs- und Reaktionsraten widerspiegelt.
Aber was soll man dann noch glauben? Können kulturelle Einrichtungen noch E-Mail nutzen, um die Generation Z zu erreichen, die zwischen Mitte der 90er Jahre und 2010 geboren wurde? Oder sollten sie alles auf soziale Medien setzen, auch auf die Gefahr hin, dass sie sich den Zwängen der Algorithmen beugen müssen?
Nachdem wir kürzlich den Artikel von Badsender zu diesem Thema gelesen haben, wollten wir diese Frage auf die Kultur- und Sportbranche anpassen. Und haben daher den Studenten des Masterprogramms "Management of Cultural Institutions" von Sciences Po Lille einige Fragen gestellt.
Das Feedback ist nicht so eindeutig. Es mag überraschen, aber die Generation Z liest ihre E-Mails, aber Vorsicht! dass sie ihre Zeit mit überlangen, nicht redaktionell bearbeiteten E-Mails verschwenden!
Nota bene : die folgenden Zitate stammen aus einer Diskussion mit 25 Studierenden. Diese Studierenden befinden sich alle im letzten Jahr ihres Studiums und haben einen Ausbildungsvertrag mit einer kulturellen Einrichtung. Insofern stellt ihre Sicht die Sicht von jungen Menschen dar, die bereits im Berufsleben stehen und im Übrigen besonders kulturbegeistert sind: Sie sind natürlich nicht repräsentativ für ihre gesamte Generation.
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